Wesh wesh, qu’est-ce qui se passe ?
F 2001, R: Rabah
Ameur-Zaïmeche, D: Brahim Ameur-Zaïmeche, Rabah
Ameur-Zaïmeche, Ahmed Hammoudi, 83‘ | 35 mm, OmU

Kamel (gespielt vom Regisseur selbst) kehrt nach der doppelten Bestrafung
durch Gefängnis und anschließender Abschiebung in seine »Heimat« Algerien
in die Cité des Bosquets in Seine-Saint-Denis zurück. Die frustrierende
Suche nach einer Arbeit ohne Papiere, die ewig gleichen Diskussionen mit
den Eltern summieren sich zu einem nüchternen Mosaik eines zur Passivität
Verdammten.
Regisseur Ameur-Zaïmeche versucht sich in seinem Langfilmdebüt an einer
doppelten Positionierung. Einerseits stellt er Filmen wie Mathieu Kassovitz‘ La Haine, die eine Ästhetisierung des Lebens und der Gewalt in der Banlieue
betreiben, ein nüchterneres Bild von der Enge des Lebens in den französischen
Vorstädten entgegen. Andererseits zeugen wiederkehrende Bilder
alltäglicher Schikanen von den rassistischen Diskriminierungen, denen sich
weiße Franzosen nicht ausgesetzt sehen und die vom populären Bild der
Trias beur-black-blanc (beur, schwarz, weiß) zugekleistert werden.
Wesh wesh ist ein wütender Film mit einer präzisen Darstellung der
Beziehungen der Bewohner und Bewohnerinnen der Cité. Die Leistung des
Films besteht darin, sich den Blick auf die Verhältnisse nicht von der Wut
trüben zu lassen.
Fr 18.6. 19h
Einführung: FAbian Tietke
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